Herbst und Winter sind die Hochsaison für Peelings. Wissen Sie, wie chemische Peelings wirken und warum sie so wichtig für die Hautpflege sind?
Lassen Sie uns das gemeinsam herausfinden!


✅ Zunächst möchten wir für alle, die noch wenig Erfahrung haben, klarstellen: Ein chemisches Peeling ist eine Behandlung, bei der spezielle Präparate auf Basis verschiedener Säuren auf die Haut aufgetragen werden.

Diese Säuren sorgen – je nach Art und Stärke – für ein gezieltes Abtragen der oberen Hautschichten. Der Effekt des jeweiligen Peelings hängt direkt von den Eigenschaften der verwendeten Säuren ab.

Das Ergebnis: Die Poren der Talgdrüsen werden gereinigt, und durch die gezielte oberflächliche Schädigung wird die Regeneration und Stimulation der Hautzellen angeregt. Das führt zu einer verstärkten Produktion von Kollagen und Elastin.

✅ Wie funktioniert ein Peeling?

Im Grunde genommen verursacht jede Säure eine oberflächliche „Verbrennung“ der Haut. Das klingt dramatisch, ist aber kontrolliert und gezielt.
Beim chemischen Peeling entsteht eine kontrollierte Schädigung in der gewünschten Tiefe der Haut. Diese regt die natürlichen Reparaturmechanismen an und fördert die Bildung neuer, gesunder Haut.

Die Eindringtiefe des Peelings hängt von der verwendeten Säure, ihrer Konzentration und der Anzahl der aufgetragenen Schichten ab.

✅ Vorteile chemischer Peelings

Durch die exfolierende Wirkung werden Hyperkeratose und abgestorbene Hautzellen reduziert, während neue Zellen verstärkt gebildet werden. Die Haut erneuert sich sichtbar!

Zudem werden die Zellen aktiviert, die Elastin- und Kollagenfasern produzieren. Der Zellstoffwechsel wird angeregt, Hautfestigkeit und -struktur verbessern sich. Viele Peelings wirken zudem aufhellend und mildern Pigmentflecken sowie postinflammatorische Verfärbungen.

 

Es gibt verschiedene Arten chemischer Peelings, je nach Stärke der verwendeten Säure:

✅ Oberflächliches Peeling (betrifft die oberste Hornschicht).
Dazu zählen mandelsäure-, pyruvat-, glykol- und retinolbasierte Peelings.

Sie werden zur Korrektur feiner Fältchen, frischer Pigmentflecken und postinflammatorischer Flecken eingesetzt. Sie sind ideal bei ersten Anzeichen von Hautalterung durch biologische oder lichtbedingte Prozesse.

Eine Kur umfasst 6–10 oberflächliche Peelings im Abstand von 7–10 Tagen.

Für ein intensiveres Ergebnis werden oberflächliche Peelings oft mit mitteltiefen oder tiefen Peelings kombiniert. Das oberflächliche Peeling dient dabei als Vorbereitung und macht die Haut empfänglicher für intensivere Behandlungen.

✅ Mitteltiefes Peeling: Hierzu zählen TCA-Peelings auf Basis von Trichloressigsäure und Varianten des Jessner-Peelings.
Die Wirkung zielt auf die Epidermis ab, besonders bei tieferen Falten oder Narben.
Die Epidermis ist die tiefere Hautschicht unter der Hornschicht, die bei oberflächlichen Peelings behandelt wird.

Das Besondere am mitteltiefen Peeling: Durch die Behandlung der Epidermis wird die Zellteilung und Neubildung angeregt, alte und abgestorbene Zellen werden entfernt.

Eine Kur umfasst maximal 3 mitteltiefe Peelings im Abstand von 3–4 Wochen. Der Kurs wird einmal jährlich während der sonnenarmen Zeit (Spätherbst bis Winter) durchgeführt.

✅ Tiefes Peeling – die intensivste Methode, da hier die gesamte Epidermis bis zur Basalmembran behandelt wird. Dazu zählt z.B. das Phenol-Peeling, das nach vollständiger Heilung langanhaltende Ergebnisse liefert.
Tiefe Peelings werden in der Regel nur einmalig durchgeführt.

☝️Wichtig!
Vor mitteltiefen und tiefen Peelings ist eine sorgfältige Vorbereitung notwendig: Dazu gehören 2–3 oberflächliche Peelings und die Anwendung von Pflegeprodukten mit Säuren und Retinol zu Hause.
Nach jedem chemischen Peeling ist es unerlässlich, beim Verlassen des Hauses eine Creme mit SPF 25–50 zu verwenden.

Autorin: Chefärztin der Klinik Elena Alexandrowna