Heute möchte ich Ihnen die verschiedenen Arten, Eigenschaften und Besonderheiten von Fäden beim Fadenlifting vorstellen.

Hauptgruppen:
✅ Resorbierbare Fäden
✅ Nicht-resorbierbare Fäden

❗ Nicht-resorbierbare Fäden dürfen ausschließlich von plastischen Chirurgen implantiert werden. Kosmetolog:innen hingegen arbeiten mit allen Arten von resorbierbaren Fäden.
Darauf möchte ich näher eingehen.

Diese Fäden werden nach Material unterschieden:
✅ Polydioxanon (PDO, chirurgisches Nahtmaterial)
✅ Polycaprolacton
✅ Polymilchsäure-Fäden

Fäden aus Polydioxanon und Polycaprolacton werden weiter unterteilt in:
✅ Lineare Fäden
✅ Fäden mit Widerhaken

Lineare Fäden sorgen für eine Aufhellung, Verdichtung des Gewebes und eine Verbesserung der Hautstruktur. Sie stärken die Gefäßwände, was Couperose reduziert, die Haut aufhellt und das Unterhautfettgewebe verringert (trocknender Effekt).

So verbessern lineare Fäden die Hautqualität und -festigkeit. Ein sichtbarer Lifting-Effekt ist mit diesen Fäden jedoch nicht zu erwarten.

Fäden mit Widerhaken (Cog-Fäden) sorgen für einen Lifting-Effekt, beeinflussen jedoch nicht die Hautqualität.

Polymilchsäure-Fäden stimulieren Fibroblasten zur Produktion körpereigener Hyaluronsäure und werden daher zur Volumensteigerung bei altersbedingtem Volumenverlust eingesetzt. Zusätzlich fördern sie die Kollagenbildung.
⠀✅ Das Fadenlifting ermöglicht den Aufbau eines subkutanen Stützgerüsts (Korsett), das das Gewebe durch aktives Wachstum von Bindegewebe und körpereigenem Kollagen stabilisiert – eine natürliche Reaktion auf die Fadenimplantation.

4-6 Monate nach der ersten Fadenimplantation kann eine Nachkorrektur mit zusätzlichen Fäden erfolgen.

Durch den kumulativen Effekt regelmäßiger Fadenbehandlungen lässt sich ein besonders ausgeprägtes und langanhaltendes Ergebnis erzielen.

✅ Etwa 3-6 Monate nach dem Einsetzen lösen sich die Fäden vollständig und gleichmäßig zu Kohlendioxid und Wasser auf, ohne Stoffwechselprodukte anzusammeln. Am Implantationsort entsteht festes Bindegewebe (Fibrose), das bis zu 6-10 Monate im Gewebe verbleibt und so den Effekt der Fäden verlängert.